Einführung in die philippinischen Kampfkünste

Arnis | Escrima | Kali

Liebe Sportfreunde!

Auf den Philippinen wurden vor vielen Jahrhunderten sehr seltene Kampfkünste entwickelt. Dazu zählen unter anderem Arnis, Eskrima und Kali.

Als Verteidigung mit einem gehärteten, etwa 70 cm langen Stock aus Spezial-Holz entwickelt, gehörten Arnis, Eskrima und Kali zu den wichtigsten Kampfsystemen mit dem sich die philippinischen Ureinwohner gegen schwer bewaffnete Eroberer erfolgreich zur Wehr setzten. So verloren Magellan und viele seiner Soldaten ihr Leben.

Heute stellen die philippinischen Kampfkünste einen unglaublich schnellen Sport dar, bei welchem die Stöcke bis zu 160 km/h erreichen können. Wenn man deren Prinzipien richtig verstanden hat, stellen sie ein erstklassiges Reaktionstraining, aber besonders auch eine wirkungsvolle Selbstverteidigung dar. Mit Alltagsgegenständen wie einem Regenschirm, einer Handtasche, einem Buch, einer Aktentasche, einem Schlüsselbund oder sogar mit einer zusammengerollten Zeitung kann man auf beinahe unglaubliche Weise Abwehrtechniken durchführen, bei denen selbst erfahrene Kämpfer anderer Kampfkünste ins Staunen geraten.

Nach der Einführung philippinischer Kampfkünste in den 70er Jahren in Deutschland, wurden selbst Eliteeinheiten von SEK, MEK und GSG 9 darauf aufmerksam und studierten deren Kampf- und Selbstverteidigungstechniken auf entsprechenden Seminaren. Großen Zulauf gab es auch von zahlreiche Kung-Fu-, Kickboxing-, Karate-, Jiu-Jitsu-, Judo- und Tae-Kwon-Do-Trainern, welche diese Techniken als Ergänzung zu ihrem Repertoire erlernen wollten.

Übungsleiter: Marc Dumkow